Wenn Werbeprospekte zu Accessoires werden

Junk Press, Andrew Simpson

Sie nerven. Die vielen Werbeprospekte vom neuen Pizzakurier um die Ecke oder vom neusten Secondhand-Shop. Denn meist interessiert uns das überhaupt nicht, und noch öfter sind sie so schrecklich gestaltet, dass man sie selbst dem Abfalleimer kaum zumuten will. Dafür hat Andrew Simpson nun eine Lösung: Die Abfallpresse. Die «Junk Press» hat verschiedene Einsätze, etwa für Schalen, Tassen oder Tellerchen. Nachdem man aus dem Prospekt mit Wasser eine Pappe gemacht hat, füllt man diese in die Presse und schon hat man einen hübschen Behälter für die Kartoffelchips oder ähnlich. «Papiergeschirr ist ideal für Parties oder Picknicks, und dafür extra Wegwerfgeschirr zu kaufen, finde ich schade», sagt der australische Jungdesigner. Das Projekt gehört zur Designinitiative Supercyclers, zu der sich rund ein Dutzend Gestalter aus der ganzen Welt zusammengeschlossen haben. Ihr Ziel ist es, neue Ideen für coole Produkte aus Abfallmaterialien zu entwickeln. Während des London Design Festivals 2014, das vom 13.-19.9. stattfindet, sind die Arbeiten von Supercyclers zu sehen in der Greek Street, 19, in London.

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Bevor der Prospekt in die Presse kommt, muss man mithilfe von Wasser eine Pampe herstellen

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Die Gussaluminium-Presse in Aktion

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Das Papiergeschirr aus rezyklierten Prospekten ist einsatzbereit für die nächste Party

 

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