Helene Steiner: «Pepe Chair»

Die österreichische Designerin Helene Steiner studiert noch bis 2015 «Innovation Design Engineering» am Royal College of Art and Imperial College in London. Zugleich stellt sie äusserst spannende Objekte her. So auch der Stuhl «Pepe», bei dessen Herstellung sie sich von den Zigarrenmachern in Spanien inspirieren liess.

Helene Steiner: Pepe Chair3

So besteht der Klappstuhl aus dünnen Streifen Buchenholz (0.5 mm Dichte), die zu Rohren geformt werden. Jedes Holzstück wird hierzu einseitig mit Wasser befeuchtet. Auf der anderen Seite wird Leim angebracht, wodurch eine Spannung auf beiden Seiten des Furniers entsteht. Die Hölzer werden zu Rollen geformt und an beiden Enden zusammengepresst, um die Stabilität zu erhöhen und das Zusammensetzen der einzelnen Komponenten zu vereinfachen. Dann wird das Holz in der Mitte auf die entgegengesetzte Seite gedrückt. Anschliessend werden die einzelnen Teile einen Tag lang getrocknet, ehe sie geschliffen und gewachst werden können. Der Stuhl entsteht, indem die einzelnen Stücke mit zwei Stangen verbunden werden. Weitere Komponenten werden zur Stabilisierung hinzugefügt und dann kann er bereits benutzt werden: Der Stuhl «Pepe». 2012 arbeitete Steiner für das spanische Designstudio CuldeSac, wo die Produktionsmethode entwickelt wurde. Ihre Erfahrung nutzte die Künstlerin, um ihren spannenden Klappstuhl herzustellen. Sie glaubt, dass die speziell verarbeiteten Hölzer künftig auch in anderen Bereichen verwendet werden sollten, so beispielsweise zur Produktion von Regalen: „Der Prozess muss industrialisiert werden.“ Wir sind gespannt auf weitere hölzerne Kreationen!

 

Helene Steiner: Pepe Chair2

Die Holzstücke werden zu Rollen geformt …

Helene Steiner: Pepe Chair1

… und an den Enden/ in der Mitte zusammengepresst sowie gebogen.

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