«Krönlihalle»: Design Preis Schweiz 2015

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Liebevolle Hommage an ein Zürcher Original: Die «Krönlihalle» ist ein temporärer Nachbau der berühmten Bar der Kronenhalle am Bellevue, die 1965 von Trix und Robert Haussmann gestaltet wurde.

Der trashige und temporäre Nachbau der legendären Zürcher Kronenhalle wurde mit dem Design Preis Schweiz ausgezeichnet. Ein Grund mehr, noch einmal zurückzublicken…

Um es gleich vorwegzunehmen: Die «Krönlihalle» existiert nicht mehr. Die Raum-in-Raum-Installation in einer ehemaligen LKW-Garage in Zürich-West (Bild Mitte) war von vornherein ein Projekt auf Zeit und nur im März geöffnet. Bei einem Gespräch erklärte uns Barbara Brandmeier, eines von sechs Mitgliedern des Kollektivs, das dieses Projekt initiierte: «Der Gedanke, die Kronenhalle nachzubauen, ist quasi aus einer Schnapsidee heraus entstanden.» Die «Krönlihalle» sollte eine Hommage an die berühmte Bar werden, die 1965 vom bekannten Schweizer Architektenpaar Trix und Robert Haussmann gestaltet wurde. Und die berühmt ist für ihre exquisite Kunstsammlung. Auf den ersten Blick dem Original (Bild unten) sehr nahe, wurden bei der Kopie (oben) bewusst nur billige Materialien eingesetzt. Statt Echtholz und Marmor kam bedruckte Plastikfolie zum Einsatz, die Giacometti-Leuchter auf der Bar wurden aus Holz nachgebaut, und sogar die Kunstwerke wie der Miró an der Wand waren nur selbst gemalte Fakes. Etwas an der Bar war allerdings echt: die begeisterten Besucher, zu denen übrigens auch die Haussmanns gehörten!

Die «Krönlihalle» kann zwar nicht mehr besucht werden, das Original aber schon:
Kronenhalle, Rämistrasse 4, 8001 Zürich, www.kronenhalle.ch Mehr

Wunderwesen Insekt

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Matilde Boelhouwer ist fasziniert von Insekten – von ihren filigranen Körpern, von ihrer Farbenpracht, von ihrer wichtigen Funktion in unserem Ökosystem. Und nicht zuletzt gewinnen Insekten schliesslich auch als Nahrungsquelle mehr und mehr an Bedeutung. Auch in unserem westlichen Kulturkreis! Mit dem tragbaren Terrarium «Insectology» inklusive Zubehör rückt sie die kleinen Tierchen witzig und ungewöhnlich in unser Bewusstsein.

www.matildeboelhouwer.com

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The Cloakroom

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Am diesjährigen London Design Festival war im Victoria and Albert Museum eine Installation der interaktiven Art zu sehen: «The Cloakroom». Die Installation der englischen Designerin Faye Toogood bestand aus 150 Mänteln, gefertigt aus dem Stoff «Highfield» von Kvadrat. Der Stoff, der seine besondere Prägung durch ein Thermodruckverfahren erhält, stammt aus der Feder des Schweizer Designers  Alfredo Häberli.

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Karasek rezensiert Ikea-Katalog

Raten Sie mal, welches «Buch» weltweit die höchste Auflage hat?
Es ist tatsächlich der Ikea-Katalog – mit unglaublichen 220 Millionen (!) Exemplaren.
Zeit, sich das neueste Werk, das damit sogar die Bibel toppt, genauer unter die Lupe zu nehmen. Und wer könnte dies besser, als der renommierte deutsche Journalist und Literaturkritiker Hellmuth Karasek (*1934)?

Unsere Meinung zu dieser höchst amüsanten Auseinandersetzung mit dem Thema Wohnen: ***/*** (drei von drei Sternchen!!!!)

Alles Banana?

Das japanische Designstudio Nendo hat sich meiner Meinung nach einmal mehr übertroffen. Für das Unternehmen Unifrutti in Japan wurde ein cooles, neues Labeling gesucht. Die kostbaren «shiawase banana», die übersetzt «Happiness» bedeuten, werden auf Hochplateaus von mehr als 1000m.ü.M. auf der Insel Mindanao auf den Philippinen kultiviert. Um die Qualität der Bananen auch gegen aussen zu präsentieren, wurde das Studio Nendo dazu beauftragt eine innovative und nachhaltige Verpackung zu kreieren.

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